ORF Akte Betrug

Unbedingt ansehen! Akte Betrug vom 15.05.2026

16.05.2026

Eine empfehlenswerte Sendung gab es am 15. Mai um 21:20 in ORF 2 mit dem Namen: Akte Betrug. Ein Live-Erlebnis der besonderen Art. Mit einer mit Hilfe von Computerspezialisten aufgebauten Windows-PC-Station konnte tatsächlich einer der Cyberbetrüger an die Leine genommen und getäuscht werden.

Wer über einen möglichen Umstieg einmal nachdenken möchte, kann sich hier weitere Informationen holen.

Die Anzeige der Meldung durch den Missbrauch von Browserfunktionen
Einblendung vom Service-Dienst, um dessen Hintergrundarbeiten zu verstecken.
Einblendung vom Service-Dienst damit sie nicht das einzig Richtige tun: Abschalten!
ORF

Der Werdegang war einer tatsächlich stattgefundenen Straftat nachempfunden. Man sucht eine deutsche Betriebsanleitung und plötzlich erscheint auf dem Bildschirm die Meldung, dass der Bildschirm gesperrt ist.  

Freundlicherweise findet man auch eine Telefonnummer des angeblichen Microsoft-Support-Dienstes. Eine Nummer aus Österreich, welche sicher vertrauenswürdiger als ein Anschluss im Ausland erscheint. Wenn man sich dort dann meldet, wird behauptet, dem angegebenen Service auch anzugehören.

Auf Empfehlung wird eine Software (TeamViewer) gesendet und der Anwender angewiesen, diese Software zu installieren, um einen Fernzugriff zu ermöglichen. Was dann kommt, ist Panikmache in Reinkultur, um den Anwender noch mehr zu verunsichern. Man habe hunderte illegale Zugriffe und wer weiß was noch auf dem Computer festgestellt.

Schließlich soll der Anwender dann noch seine Bankdaten „überprüfen“, wobei der Service-Dienst natürlich alle Daten auf dessen Schirm mitlesen und übernehmen kann. Innerhalb der nächsten Stunde ist das oder sind die Konten dann leer geräumt.

Ja, man sollte sich die Sendung auf jeden Fall ansehen. Ein Lob dem ORF. Sehr gut gemacht.

Wer wissen möchte, wie diese Sache mit der falschen Meldung überhaupt funktioniert, kann sich mit einem kurzen Überblick auf unserer Seite "Tech-Support-Scams"  darüber informieren.

Leider blieb ein Thema während der Sendung aber doch auf der Strecke.

  1. Wie kam es eigentlich zu der Anzeige des angeblich gesperrten Bildschirms?

    Natürlich war auf einer der zufällig aufgerufenen Seiten eine automatische Meldung (Java) hinterlegt, welche diese Seite gestartet hat.

  2. Warum wurde nie erwähnt, dass diese Vorgangsweise auf einem Computer von Apple mit dem Betriebssystem macOS nie funktioniert hätte?

Es gehört anscheinend zum guten Ton solcher Sendungen, die einfachsten und wirksamsten Werkzeuge gegen derartige Vorgänge nicht zu erwähnen. Man könnte ja Werbung für ein Produkt machen. Dabei hätte in dem geschilderten Fall mit nur einem einzigen Mac ein Schaden in Höhe von ca. 71.000,00 Euro verhindert werden können. Und vermutlich auch ein großer Teil des in Österreich erfassten Gesamtschadens, der in der Sendung noch mit insgesamt 117.000.000 Euro beziffert worden ist.

Ja, viele der IT-Sicherheitsfirmen wollen nicht hören, dass die beschriebene Vorgangsweise auf Apple Geräten nicht möglich ist. Wird deshalb nie darüber berichtet? Denn vielleicht fällt der eine oder andere Werbespot dann aus? Nein, so denken nur böse Menschen.

Natürlich kann eine derartige Meldung, wie die eines gesperrten Bildschirms, nie auf einem Mac erscheinen. Oder was glauben sie, macht ein Mac User, wenn plötzlich eine Meldung mit dem Hinweis, dass der Windows-Screen gesperrt ist, sichtbar wird? Er bekommt einen Lachkrampf!

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