Windows 12 Abo

Wenn aus Kunden Mieter werden!

13.05.2026

Microsoft schwingt erneut die Keule und kündigt für Windows 12 nur noch eine Abo-Lösung an. Nur wenn sehr viele Anwender dagegen sind, besteht eine Chance, dass der Schritt nicht fortgeführt wird.

Wer über einen möglichen Umstieg einmal nachdenken möchte, kann sich hier weitere Informationen holen.

Pluton
Win 12

Microsoft startet auf die Kunden nun einen erneuten Angriff, der das Fundament dessen, was bisher als Besitz definiert war, komplett einreißen wird. Denn mit Windows 12 endet die Ära des freien Kaufs. Das Betriebssystem soll ab der neuen Version nicht mehr verkauft, sondern nur noch vermietet werden. Wer also nicht bezahlt, kann seinen Rechner bald nur noch als Briefbeschwerer verwenden.

Aber zum Anfang. Das Microsoft Betriebssystem war von Beginn an eine reine Softwarelösung. Nun werden die jeweiligen Computer von den Anwendern aber immer länger verwendet, da die Leistungssprünge zwischen den Modellen nicht mehr so gigantisch wie vorher sind. Der einmalige Verkauf einer Windows-Lizenz brachte Microsoft vielleicht einige hundert Euro. Danach blieb aber der Kunde dabei und Microsoft hörte die nächsten Jahre nichts mehr von ihm. Für die Aktionäre natürlich ein Albtraum. Denn sie wollen Recurring Revenue, also wiederkehrende Einnahmen.

Sie wollen daher, dass man jeden Monat bezahlt, so wie bei Netflix, Spotify oder anderen Abo-Anbietern. Microsoft fehlt also nur noch die Abo-Version des Betriebssystems, um den totalen Zugriff auf die Bankkonten der Kunden zu erlangen.

Strategisch gesehen ist der Übergang zum Abo-Modell bei Windows 12 absolut brillant vorbereitet worden. Zuerst haben sie die Anwender mit den kostenlosen Upgrades auf Windows 10 und 11 gelockt, um viele Kunden auf dieselbe Plattform zu bringen. Dann hat Microsoft den Accountzwang eingeführt, damit niemand ohne Log-in ins System kommen kann. Und jetzt, mit Windows 12, ziehen sie die Schlinge langsam zu. Man begründet nun die Vorgangsweise damit, dass die aktuelle KI-Welle so viel Rechenpower benötigt, die nur in der Cloud stabil angeboten werden kann. Natürlich ein Vorwand, der alle weiteren Unzulänglichkeiten rechtfertigen soll. Denn ab Windows 12 werden sich alle zentralen Teile des Betriebssystems nicht mehr lokal auf der Festplatte befinden, sondern alles wird per Cloud-Hybrid-Modell gestreamt. Wird also die monatliche Gebühr nicht bezahlt, kappt Microsoft einfach die Verbindung zu diesen Diensten.

Der PC startet dann zwar vielleicht noch, aber man kann keine Dateien mehr suchen, keine KI-Tools nutzen und man weiß auch nicht, ob man überhaupt noch Zugriff auf die lokal gespeicherten Dokumente bekommt, wenn das Dateisystem Cloud-locked ist.

Das ist die Architektur der vollständigen Abhängigkeit

Mit dem Pluton-Sicherheitschip, der jetzt in fast jeder modernen CPU von AMD und Intel steckt, hat Microsoft den perfekten digitalen Türsteher verbauen lassen. Dieser Chip kommuniziert direkt mit den Microsoft Servern und prüft nicht nur, ob das System sicher ist, sondern auch, ob die jeweilige Lizenz oder besser gesagt, die Miete auch bezahlt ist. Wenn also die Kreditkarte abläuft oder das Abo gekündigt wird, kann der Pluton-Chip den Bootvorgang blockieren oder das System in einen eingeschränkten Modus versetzen. 

Das muss man sich einmal als kleines Unternehmen vorstellen. Man besitzt die Hardware, man bezahlt den Strom, aber ein kleiner Chip im Herzen des Prozessors entscheidet, ob man heute arbeiten kann oder nicht, basierend auf dem Kontostand bei Microsoft.

Somit bewegt man sich weg vom Personal Computer hin zum Terminal. Ein Terminal ist ein Gerät, das ohne die Verbindung zum Zentralsystem komplett wertlos ist. Man merkt nun, dass Microsoft diesen Plan jahrelang vorbereitet hat. 

Wer also die Bequemlichkeit von Windows weiter nutzen möchte, muss zum Mieter werden. Aber ein Mieter hat keine Rechte. Er kann jederzeit vor die Tür gesetzt werden, wenn der Vermieter die Regeln ändert. Und man kann davon ausgehen, dass sich die Regeln (Kosten) ändern werden. Sind es am Anfang vielleicht nur 10 Euro im Monat, nächstes Jahr 15, und übernächstes Jahr gibt es vielleicht ein Pro-Abo für 25 Euro, nur damit man seine USB-Anschlüsse in voller Geschwindigkeit nutzen kann? Der Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt.

Und es gibt auch keine Privatsphäre mehr in einem gemieteten System. Der Vermieter hat immer einen Zweitschlüssel und in diesem Fall ist dieser Zweitschlüssel eine KI, die alles scannt, was man tut, um angeblich die Servicequalität zu verbessern. Tatsächlich sieht aber Microsoft jeden einzelnen Tastendruck des Anwenders in Echtzeit.

Und wenn Microsoft plötzlich entscheidet, dass ein PC nach zwei Jahren nicht mehr KI-kompatibel ist? Dann wird das Abo für dieses Gerät einfach nicht mehr verlängert und man wird gezwungen nachzurüsten. Eine Hommage an die PC-Erzeuger? Das ist die totale Abhängigkeit von einem Produkt.

Einigen wird das egal sein. So werden vermutlich viele Leute dabei mitmachen, weil es bequem ist und weil der Mensch gerne den Weg des geringsten Widerstands geht. Und man ist es ja schon gewohnt, seit Jahren abgezockt zu werden. Und auch die jeweiligen IT-Betreuer werden ihren Kunden empfehlen, die Abo-Methode zu bevorzugen. Denn sonst müssten sie selbst umlernen oder den jeweiligen Kunden verlieren.

Was man aber nie vergessen sollte, wäre die Sicherheit und Unantastbarkeit der Daten. Denn wenn z. B. die USA morgen entscheiden, Sanktionen gegen ein Land zu verhängen, könnten sie theoretisch per Knopfdruck alle PC in diesem Land deaktivieren, indem sie einfach die Windows-Abos sperren. Der Cloud-Act ist ein Bundesgesetz in den USA, das es den dortigen Behörden erlaubt, auf alle Server und somit Daten der großen Software-Anbieter zuzugreifen. Das ist die ultimative, digitale Massenvernichtungswaffe.

Genau deshalb beginnen immer mehr Staaten und Organisationen in Deutschland, Frankreich und der Schweiz, die Lizenzen von Microsoft zu kündigen oder nicht mehr zu verlängern. Kein souveräner Staat kann es sich erlauben, seine gesamte Verwaltung auf einer Infrastruktur aufzubauen, die nur gemietet ist und jederzeit willkürlich eingesehen oder abgeschaltet werden kann. Und auch die Klein- und Mittelbetriebe sollten es sich gut überlegen, aus Bequemlichkeit und auf Drängen des gegenwärtigen IT-Betreuers bei diesen Zwangsmaßnahmen mitzumachen. Denn all diese Maßnahmen sind nur darauf ausgerichtet, mehr Geld als bisher in die Taschen der Aktionäre zu schaufeln. 

Für viele Behörden ist daher der Wechsel auf Linux und andere Systeme bereits in Planung. Wer sich aber den Umweg über neue Techniker und neue Regeln von Linux ersparen möchte, dem bleibt der fast übergangslose Weg zum macOS und Apple jederzeit offen. Vor allem kleine Unternehmen, Grafiker, Filmemacher usw. können dabei mit den angestammten Programmen weiter arbeiten und brauchen lediglich die Version zu wechseln. Und Kosten für ein Betriebssystem sind ab diesem Zeitpunkt ohnehin nicht mehr vorhanden. Am Beispiel Schleswig-Holstein in Deutschland konnte nachgewiesen werden, dass sich der Umstieg in ein anderes System innerhalb eines Jahres amortisiert hatte (Siehe Bericht: Die Schweiz geht neue Wege.)

Wer sich also nicht abhängig machen möchte vom Goodwill eines Unternehmens wie Microsoft, wer weiterhin über seine eigenen Daten zur Gänze verfügen und wer sich nicht der Gefahr aussetzen möchte, vielleicht durch zufällige Streitereien zweier Staaten zum Handkuss zu kommen, der sollte jetzt die Gelegenheit nutzen, rechtzeitig auf ein anderes Betriebssystem zu wechseln.

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